Fit für den Wandel: Von 20 Good Practices lernen und Transformation erfolgreich in meinem Unternehmen gestalten
16.04.2026
Zielsetzung und Vorgehensweise
Die Dynamik des Wandels in der Automobilindustrie hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen.
Technologische Innovationen, verschärfte Umweltanforderungen, neue Marktteilnehmer sowie das wachsende gesellschaftliche Bedürfnis nach nachhaltiger Mobilität führen dazu, dass sich Produkte und Dienstleistungen schneller verändern als je zuvor.
Im Rahmen des Workshops wurden die Unternehmen Schaeffler, Schott und Rügenwalder Mühle als Beispiele für erfolgreiche Transformation innerhalb und außerhalb der Automobilindustrie vorgestellt. Aus diesen erfolgreichen Beispielen lassen sich branchenübergreifend konkrete Handlungsansätze ableiten, um die eigene Transformationsfähigkeit nachhaltig zu stärken.
Leitfragen
- Was ist ein Transformationsprozess?
- Welche Faktoren, Voraussetzungen und Aktivitäten sind entscheidend für eine erfolgreiche Transformation?
- Was können wir von Unternehmen lernen, die Transformation erfolgreich gemeistert haben?
Treiber und Herausforderungen von Transformation
Bevor erfolgreiche Beispiele der Transformation betrachtet wurden, identifizierten die Teilnehmenden gemeinsam zentrale Treiber und Herausforderungen der Transformation in der Automobilindustrie.
Unternehmen in der Automobilindustrie stehen unter starkem Druck, u.a. durch Unsicherheit über zukünftige Entwicklungen, Fachkräftemangel sowie politische und geopolitische Unsicherheiten. Lieferketten müssen neu gedacht werden, während Produktion aufgrund hoher Standortkosten zunehmend aus Europa abwandert.
Der rasante technologische Wandel (KI, Automatisierung, neue Antriebstechnologien) verkürzt Planungshorizonte drastisch: Langfristige Strategien werden durch kontinuierliche Anpassung ersetzt.Transformation ist kein Projekt, sondern ein permanenter Prozess mit unsicherer Haltbarkeit von Entscheidungen. Für KMU ist Transformation besonders anspruchsvoll: Sie wird von oberster Führungsebene verantwortet, läuft parallel zum Tagesgeschäft und erfordert klare Priorisierung bei begrenzten Ressourcen. Es muss ein Umgang mit vielen Aufgaben mit steigender Komplexität in wenig Zeit gefunden werden.
Als Treiber wurden vor allem die Motivation der Geschäftsführung, regulatorischer Druck, technologische Reife (KI kaum noch verzichtbar) sowie große Hebel durch Elektrifizierung, insbesondere im Nutzfahrzeugbereich genannt– trotz hoher Investitionskosten und Unsicherheiten.
Transformation ist kein Projekt mit Enddatum, sondern ein permanenter Anpassungsprozess zwischen Stabilität und Veränderung. Klare Priorisierung, realistische Planung, Lernbereitschaft und der Mut, Entscheidungen regelmäßig zu hinterfragen und anzupassen gewinnen an Bedeutung.
Gute Beispiele der Transformation
Unternehmenstransformation bezeichnet tiefgreifende, strategische Veränderungsprozesse. In diesem Zusammenhang beschreiben dynamische Fähigkeiten die Kompetenz von Unternehmen, Chancen zu erkennen, zu nutzen und Veränderungen wirksam umzusetzen. Grundsätzlich verfügen alle Unternehmen über solche Fähigkeiten, sie unterscheiden sich jedoch in ihrer Ausprägung sowie darin, wie gezielt, bewusst und systematisch sie eingesetzt und weiterentwickelt werden.
Die Schaeffler Technologies AG & Co. KG, die Schott AG und die Rügenwalder Mühle Carl Müller GmbH & Co. KG stehen beispielhaft für erfolgreich umgesetzte Transformationsprozesse. Vor dem Hintergrund des Konzepts dynamischer Fähigkeiten wurden diese drei Fallbeispiele analysiert, insbesondere in Bezug auf vorhandene Kompetenzen und deren praktische Umsetzung. Die Ergebnisse der Fallanalysen sowie weitere Inhalte des Workshops sind in der folgenden Präsentation zusammengefasst.
Präsentation: Fit für den Wandel
Ergebnisse und Ausblick
Das Whitepaper mit dem Titel „Auf Erfolgskurs: Gelungene Beispiele der Unternehmenstransformation“ wird im Frühjahr 2026 veröffentlicht. Die Studie umfasst eine Auswertung von 20 nationalen und internationalen Beispielen für erfolgreiche Transformation von automotive und non-automotive Unternehmen. Diese werden hinsichtlich der für Transformation entscheidenden Fähigkeiten und Aktivitäten analysiert und Gemeinsamkeiten herausgestellt.
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