Kick-Off "Produktionssystematik und Industrie 4.0" - 15.02.2023

Aachen

Zielsetzung

Ziel des ersten Treffens war es, den Teilnehmenden einen Überblick über die Themenlandschaft in den Reallaboren zu geben. Anhand von Impulsen, in Form von Fachvorträgen und Laborführungen, konnten thematisch Brücken geschlagen werden, die aktuelle Forschungsinhalte mit den Interessen der Industrie verbinden. Beendet wurde der Kick-off mit einem Workshop, der die Handlungsfelder in der Industrie aufdecken sollte und so den Anreiz für weiterführende Vernetzung bildete.

Schwerpunkt-Setzung

Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf den aktuellen Trendthemen Elektromobilität, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft. Eine initiale Umfrage zeigte die hohe aktuelle Relevanz der Themen unter den Teilnehmenden. Im weiteren Verlauf wurden thematische Deepdives angeboten, bei denen die Teilnehmenden die Gelegenheit hatten, neue Entwicklungen in der temporären Maschinenbeschickung durch Cobots und im Additive Tooling kennenzulernen. Der anschließende Workshop fokussierte sich auf die Hindernisse und Potentiale der drei Trendthemen. Dies deckte Handlungspotentiale auf und erlaubt im Nachgang die Identifikation von für die Transformation nötigen Kompetenzen. Teilnehmende haben damit im ersten Projektjahr die Gelegenheit, die Ausrichtung der Lernparcours mitzugestalten und gleichzeitig neue Ansätze, Ideen und Kontakte zu finden, die sie bei der Lösung eigener unternehmensspezifischer Fragestellungen unterstützen. 

Impulsvorträge des Tages

Die im Vorfeld abgefragten Interessensschwerpunkte der Teilnehmenden führten zu der Wahl der zwei Vortragsthemen:

  • Flexible und temporäre Maschinenbeschickung durch den Einsatz von Cobots
  • Additive Tooling zur Flexibilisierung der Fahrzeugproduktion

Flexible Maschinenbeschickung durch den Einsatz von Cobots

Der Fachvortrag vermittelte die Konzepte zur flexiblen und temporären Beschickung von Werkzeugmaschinen. Dazu wurden verschiedene moderne Technologien (z. B. kollaborative Robotik und Vision Technologie) kombiniert und zu einem ganzheitlichen System zusammengeführt, welches zudem mit bestehenden Anlagen kompatibel ist. Der Fachvortrag bietet eine Lösungsoption für KMUs, die mit Herausforderungen wie Fachkräftemangel oder volatile Nachfrageschwankungen konfrontiert sind. 

Additive Tooling zur Flexibilisierung der Fahrzeugproduktion​

Der Fachvortrag vermittelte anschaulich den aktuellen Stand der Technik von additiv gefertigten Werkzeugen im Prototypen- und Kleinserienbau. Durch praxisnahe Beispiele wurden die Kosten- und Zeitvorteile der Technologie aufgezeigt. Nach Adaption lässt sich damit frequenter und agiler innovieren, was zu einer verbesserten Kundenorientierung führen kann. In der anschließenden Führung im Reallabor hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die Technologie als Demonstratoren zu erleben.

Führung durch die Reallabore

Die Führungen durch die Reallabore Smart Automation Lab und Anlauffabrik gab den Teilnehmenden die Gelegenheit, aktuelle Forschungsergebnisse im Feld der Produktion anhand von Demonstratoren zu entdecken. Das Format erlaubte es, sich neue Technologien anhand der praktischen Beispiele besser vorzustellen und direkt Rückschlüsse für eigene Anwendungsmöglichkeiten zu ziehen.

Smart Automation Lab

Im Smart Automation Lab SAL des Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen University wird sich den wichtigsten Fragestellungen rund um Digitalisierung und Industrie 4.0 gewidmet. Innerhalb der Führung wurde den Teilnehmenden der aktuelle Stand aus Informationstechnologie und Automatisierungstechnik näher gebracht. Dabei spielten Themen wie eine domänenübergreifende Nutzung und Vernetzung innerhalb der Produktionstechnik eine wesentliche Rolle.

Anlauffabrik

Das Reallabor bietet mit seinen 1600 m2 Platz für unterschiedliche Forschungsprojekte der Produktionssystematik. Im Rahmen der Führung konnten die Teilnehmenden mehr über die aktuellsten Entwicklungen in der additiven Fertigung, des KI-gestützten Laserschweißens oder von kreislauffähigen Betriebsmitteln lernen. Darüber hinaus wurden ihnen anhand von Industriebeispielen die Möglichkeiten der Nutzung der Anlauffabrik für den eigenen Produktionsanlauf vorgestellt.

Ergebnisse und Ausblick

Der Kick-Off brachte wichtige Erkenntnisse zur Erwartungshaltung der Teilnehmer und zu aktuellen Herausforderungen der Industrie bezüglich der drei übergreifenden Trendthemen Elektromobilität, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft. Diese Ergebnisse werden dafür verwendet, den Fokus unserer Arbeit für das nächste Treffen am 19.April 2023 nachzuschärfen und Kompetenzprofile in Form von Skillmaps auszuarbeiten. Letztere werden über die Projektlaufzeit laufend aktualisiert und erweitert und sollen den Teilnehmenden dabei helfen, Handlungsfelder bei sich zu identifizieren und die für die Transformation nötigen Kompetenzen effizient aufzubauen.

Das nächste Treffen wird sich aufgrund des großen Interesses der Nutzbarmachung von Daten in der Produktion widmen.

Sie interessieren sich für diesen Arbeitskreis? Dann kontaktieren Sie uns gerne!

Nikolai Kelbel
Nikolai Kelbel

n.kelbel@wzl.rwth-aachen.de
+49 151 43190382

Kontaktieren
Steffen Wurm
Steffen Wurm

s.wurm@wzl.rwth-aachen.de
+49 241 80 26801

Kontaktieren

Werfen Sie auch einen Blick auf unsere weiteren Ergebnisse

Kommende Veranstaltungen

Immer informiert bleiben mit dem TrendAuto2030plus Newsletter

Newsletter Abonnement

Projektkonsortium