hyJOIN steht für eine neue Generation der Verbindungstechnik: das thermische Direktfügen von Metall und Kunststoff – ganz ohne Klebstoffe, Zusatzstoffe oder mechanische Verbindungselemente. In ihrem Beitrag stellt hyJOIN die Technologie vor, erläutert deren zugrundeliegende Kernelemente und zeigt, warum gerade die Wiederlösbarkeit der Verbindung den entscheidenden Beitrag zur Recyclingfähigkeit moderner Hybridbauteile leistet.
Im ersten Teil geht es um die generelle Technologie: An die Stelle klassischer Fügeverfahren wie Kleben, Schweißen, Schrauben oder Umspritzen tritt ein materialschlüssiges Verfahren, bei dem das Metall gezielt und kontaktlos per elektromagnetischer Induktion in Millisekunden erwärmt wird. Der Kunststoff schmilzt im Kontakt an, fließt in zuvor per Laser erzeugte Mikrostrukturen der Metalloberfläche und verfestigt sich beim Abkühlen zu einer dauerhaften, mediendichten Hybridverbindung.
Daran anknüpfend werden die zugrundeliegenden Kernelemente des Prozesses beleuchtet: die laserbasierte Oberflächenstrukturierung des Metalls, die präzise Bauteilfixierung sowie das induktive Erwärmen und Fügen unter Druck. Aus diesem Zusammenspiel ergeben sich hohe Verbindungsfestigkeit, Mediendichtheit, Alterungsbeständigkeit und ein konsequenter Leichtbau – bei gleichzeitig kosteneffizienter Prozessführung.
Den Abschluss bildet die Wiederlösbarkeit – und damit die Recyclingfähigkeit. Da die Verbindung ohne Fremd- und Zusatzstoffe auskommt, lassen sich die Fügepartner am Ende des Lebenszyklus weitgehend zerstörungsfrei wieder voneinander trennen. Das ermöglicht Reparaturen, eine sortenreine Materialtrennung und die Rückführung von Metall und Kunststoff in den Materialkreislauf – ein zentraler Baustein für nachhaltige Produktion und eine zirkuläre Wertschöpfung.
Region / Standort: Bayern
Weitere Informationen unter: https://hy-join.com