"Anforderungsmanagement - Kompetent vom Warum zum Wie" | Köln - 25.05.2023

Einleitung und Zielsetzung

Was ist Anforderungsmanagement? Ziel des Workshops war es, sich intensiv mit dieser Frage auseinanderzusetzen und praxisnahe Lösungsansätze für Herausforderungen innerhalb des Anforderungsmanagements aufzuzeigen.

Unternehmen sehen sich bei der Entwicklung neuer Produkte vielen neuen Herausforderungen ausgesetzt. Einerseits steigt die Anzahl an Anforderungen an neue Produkte enorm, da die Produkte immer komplexer werden. Andererseits werden Anforderungen oft kurzfristig und aufgrund von Zeitdruck und fehlender Planung unsauber formuliert. Dies kann schnell zu Überforderung führen. Zudem sprechen Kunden und Fachbereiche oft nicht dieselbe Sprache, was in Missverständnissen und Fehlern resultiert. Dies verursacht schließlich Mehraufwände und erhöhte Kosten. Daher ist es wichtig, einen klaren Überblick über alle Anforderungen an ein neues Produkt zu bekommen und durch eine gute Dokumentation zu bewahren, um erfolgreich alle Anforderungen bis zur Deadline erfüllen zu können.

Schwerpunkt: Anforderungsmanagement

Der Schwerpunkt des Workshops lag auf der Auseinandersetzung mit den folgenden Kernpunkten:

  • Grundlagen des Anforderungsmanagements
  • Anforderungen definieren und strukturieren
  • Anforderungen priorisieren und managen
  • Anforderungen verfolgen und dokumentieren
  • Anforderungen in agilen Projekten

Methodik: Fragerunde, Impulsvorträge und World Café​

Pro-aktive Fragerunde: 

An die Begrüßung und Einführung in den Workshop schloss sich eine pro-aktive Fragerunde an, um die Teilnehmenden frühzeitig zur Diskussion anzuregen und ihren Kenntnisstand festzustellen.

Dabei wurden unter der Überschrift „Herausforderungen des Anforderungsmanagements“ folgende Punkte an Beispielen erörtert sowie diskutiert:

  • Herausforderung der Kommunikation
  • Folgen unzureichenden Anforderungsmanagements
  • Die richtigen Werkzeuge
  • Die richtige Qualifikation

Als Resultat der Fragerunde ließ sich festhalten, dass die Teilnehmenden ihr Anforderungsmanagement je nach Branche sehr verschieden angehen. So steht bei Fertigungsunternehmen die Kommunikation eines klaren, recht statischen Lastenheft zu einem frühen Zeitpunkt im Projekt im Vordergrund.

Impulsvortrag: Anforderungsmanagement

Nachdem das Thema durch die Fragerunde initial besprochen worden ist, folgte ein Impulsvortrag zum Thema Anforderungsmanagement. 

Dieser beschäftigte sich mit den nachfolgenden Themen:

  1. Einleitung: Warum Anforderungsmanagement?
  2. Begriffsdefinitionen
  3. Integration in den Entwicklungsprozess
  4. Tätigkeiten im Anforderungsmanagement

Nach Abschluss des Vortrags waren alle notwendigen Begrifflichkeiten besprochen und die Kenntnisstände angeglichen worden, um mit dem letzten Abschnitt des Workshops zu beginnen.

World Café: 

Auf den Impulsvortrag folgte ein sogenanntes „World Café“. Es ist eine kollaborative Methode der Gruppendiskussion, die darauf abzielt, einen offenen und informellen Raum für den Austausch von Ideen und das gemeinsame Lernen zu schaffen. Es basiert auf mehreren Runden von Gesprächen in kleinen Gruppen, in denen Teilnehmer ihre Gedanken zu einem bestimmten Thema teilen und sich mit anderen austauschen, um ein tieferes Verständnis und neue Perspektiven zu gewinnen. 

Die inhaltlichen Säulen des World Café bildeten 

  • Die Festlegung von Zielen,
  • Visionen und Strategien,
  • Ziele und Risiken,
  • Stakeholder
  • und Rahmenbedingungen

im Kontext des Anforderungsmanagements.

Auf Grund der reichhaltigen, vorherigen Diskussionen war es sinnvoll, das World Café in reduzierter Form abzuhalten und die Diskussion in den Vordergrund zu stellen. Dabei stellte sich heraus, dass der zweite und der letzte Punkt von besonderem Interesse waren.

Gesamte Präsentation

Alle präsentierten Folien und erarbeiteten Ergebnisse des Tages können Sie bequem als PDF herunterladen.

Ergebnisse und Ausblick

Der Workshop „Anforderungsmanagement – Kompetent vom Warum zum Wie“ verlief erfolgreich und war reich an Diskussionen. Eine besondere Erkenntnis war diejenige, dass bei fertigenden Unternehmen ein besonderer Fokus auf dem Lastenheft als frühes Medium der Anforderungskommunikation liegt. Des Weiteren hängt laut den Teilnehmenden die Komplexität des Anforderungsmanagements wesentlich von der Risikobewertung des Produktes ab. Ist ein Produkt wenig sicherheitsrelevant, lässt sich das Anforderungsmanagement schlanker und damit kostengünstiger gestalten. Zudem stellte sich heraus, dass im Anforderungsmanagement Bedarf nach unternehmensübergreifenden Lösung steigt. Dies ist insbesondere für die hierarchisch gestaltete Zuliefererstruktur der Automobilindustrie von hoher Relevanz.

Für den nächsten Workshop nimmt das Team die Anregung mit, mehrere Beispiele für Best-Practices aus unterschiedlichen Industrie-Sparten einfließen zu lassen.

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