Business Model Innovation (Teil 1): Innovationspotenziale für mein Geschäftsmodell entdecken - 14.03.2024

TH Köln

Zielsetzung

Ziel der Veranstaltung „Innovationspotenziale für mein Geschäftsmodell entdecken“ war es, den Teilnehmenden ein tieferes Verständnis für Business Model Innovation zu vermitteln und sie dabei zu unterstützen, die Innovationspotenziale ihres eigenen Geschäftsmodells zu identifizieren. Zunächst konnten sich die Teilnehmenden dazu ausführlich mit Veränderungen im Unternehmensumfeld und zukünftigen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Anschließend wurden sie durch eine Ist-Analyse ihres aktuellen Geschäftsmodells geführt. Im dritten Teil des Workshops wurden die Teilnehmenden schließlich darin angeleitet, konkrete Innovationspotenziale für ihr Geschäftsmodell zu erkennen und zu entwickeln. Durch Impulsvorträge und die Vorstellung von Methoden zur Entfaltung von Innovationspotenzialen erhielten die Teilnehmenden zudem zusätzliche Impulse und Werkzeuge für ihre weiteren Schritte.

Impulsvortrag

Der erste Teil des Impulsvortrags war darauf ausgelegt, ein einheitliches Verständnis für Geschäftsmodellinnovationen zu schaffen und die verschiedenen Arten von Geschäftsmodellinnovationen durch konkrete Beispiele zu verdeutlichen. Von der Innovation des Produkts oder der Dienstleistung über innovative Marketing- und Vertriebskanäle bis hin zu effizienteren Produktionsprozessen und der Erschließung neuer Einnahmequellen wurden vielfältige Möglichkeiten aufgezeigt, wie Unternehmen ihre jeweiligen Geschäftsmodelle innovieren können. Die Relevanz von Geschäftsmodellinnovationen in der Automobilindustrie wurde zudem anhand von drei Gründen verdeutlicht.

Im zweiten Teil des Impulsvortrags wurde der TrendAuto-Leitfaden zur Entwicklung erfolgreicher Geschäftsmodelle präsentiert. Zunächst wurden die Anforderungen an den Geschäftsmodellinnovationsprozess und die einzelnen Schritte erläutert, wie das Identifizieren des Handlungsbedarfs und das Sensibilisieren der Belegschaft für Geschäftsmodellinnovationen. Bei Letzterem wird das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Veränderungen geschärft und ein Grundverständnis für die Chancen von Geschäftsmodellinnovationen vermittelt, wobei sich das Aufdecken von positiven und negativen Beispielen aus verschiedenen Unternehmenspraktiken anbietet. Ein wesentlicher Aspekt ist zudem das Erkennen der externen Geschäftsmodellumgebung. Hierbei wurden die vier Hauptbereiche der Geschäftsmodellumgebung vorgestellt: Schlüsseltrends, Branchenkräfte, Marktkräfte und makroökonomische Kräfte. Indem die Teilnehmer:innen lernen, diese Faktoren wahrzunehmen und zu analysieren, können sie besser einschätzen, wie sich ihr Geschäftsmodell in einem sich ständig verändernden Umfeld behaupten kann.

Workshop-Aktivitäten

Workshop Teil I „Veränderungen im Unternehmensumfeld und zukünftige Herausforderungen“

Im ersten Workshop-Teil lag der Fokus darauf, die Teilnehmer für die aktuelle und zukünftige Unternehmensumgebung zu sensibilisieren. Die Aufgabe bestand darin, eine umfassende Analyse der Makro- und Mikroumwelt durchzuführen. Dabei wurden mithilfe der PESTEL- und der Five-Forces-Analyse verschiedene externe Einflussfaktoren auf das eigene Unternehmen identifiziert. Im nächsten Schritt hoben die Unternehmensvertreter:innen jene Treiber durch Klebepunkte hervor, die einen starken Einfluss auf das eigene Geschäftsmodell haben. Insgesamt trug der Workshop-Teil dazu bei, dass die Teilnehmer:innen ein fundiertes Verständnis für die Veränderungen in ihrem Unternehmensumfeld entwickeln und sich auf die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen vorbereiten können.

Workshop Teil II „Ist-Analyse meines Geschäftsmodells“

Im zweiten Workshop-Teil hatten die Teilnehmer:innen die Möglichkeit, den Business Model Canvas aus der Perspektive des eigenen Unternehmens auszufüllen. Dies beinhaltete eine strukturierte Analyse und Darstellung aller Schlüsselelemente des eigenen Geschäftsmodells, angefangen von der Segmentierung der Kunden über die Wertangebote bis hin zu den Vertriebskanälen, den Kundenbeziehungen, den Einnahmequellen, den Schlüsselressourcen, den Schlüsselaktivitäten, den Partnerschaften und den Kostenstrukturen. Der ausgefüllte Business Model Canvas bot schließlich einen umfassenden Überblick über das jeweilige Geschäftsmodell und diente als Grundlage für weitere Diskussionen und Entscheidungen bezüglich möglicher Innovationspotenziale im dritten Workshop-Teil.

Workshop Teil III „Innovationspotenziale für mein Geschäftsmodell“

Im dritten Workshop-Teil stand die Anwendung der Einflussmatrix im Mittelpunkt. Die Workshop-Aufgabe bestand darin, die Auswirkungen verschiedener Trends und externer Faktoren auf Geschäftsmodelle zu ermitteln. Durch eine ganzheitliche Betrachtung der bestehenden Geschäftsmodelle wurden die Teilnehmer:innen dabei unterstützt, die Auswirkungen externer Faktoren auf ihr eigenes Geschäftsmodell zu bewerten. Die Einflussmatrix diente als Hilfestellung bei der Ableitung und Entwicklung zukünftiger Strategien und dem Aufdecken von Innovationspotenzialen am eigenen Geschäftsmodell.

Nachdem schließlich jenes Element des eigenen Geschäftsmodells ausgewählt wurde, das aus Sicht der Teilnehmer:innen eine besondere Kritikalität und damit ein erhöhtes Innovationspotenzial aufweist, konnten erste Ansätze einer Geschäftsmodellinnovation erarbeitet werden. Unterstützt durch entsprechende Leitfragen wurde dazu die jeweilige Ausgangssituation analysiert, ein wünschenswertes Zukunftsszenario in Bezug auf das ausgewählte Geschäftsmodell-Element skizziert, mögliche Bewertungskriterien einer Erfolgsmessung definiert sowie mögliche Umsetzungshürden identifiziert.

Ergebnisse und Ausblick

Die entwickelten Ideen können mithilfe unserer verschiedenen Transferformate, wie beispielsweise studentische Kooperationsprojekte oder Abschlussarbeiten, weiter vertieft und verfolgt werden. Auch wenn ein Unternehmen nicht am Workshop teilgenommen hat, aber dennoch erste Ideen zur Geschäftsmodellinnovation hat, kann es gerne mit uns in Kontakt treten. Bei unserem nächsten Workshop im April werden wir erneut die Gelegenheit bieten, sich von Best Practices inspirieren zu lassen und Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln!

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Dafina Bulliqi

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