Synthetische Kraftstoffe

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System technisch fertig entwickelt, abgenommen bzw. zertifiziert

Beschreibung

Mit dem Begriff „E-Fuels“ sind in der Regel synthetische Kraftstoffe gemeint, die mithilfe von elektrischer Energie aus Wasser und Kohlenstoffdioxid (CO2) hergestellt werden. E-Fuels werden oft als Hoffnungsträger für die zukünftige Nutzung von verbrennungsmotorischen Antrieben im Fahrzeug gesehen und gelten darüber hinaus als vielversprechende Alternative für Transport- und Verkehrsmittel, die schwer elektrifizierbar sind.

Die Herstellung von E-Fuels folgt dem Ansatz, die chemischen Moleküle, aus denen fossiles Erdöl besteht, „nachzubauen“. Dazu erfordert der Herstellprozess zunächst Wasserstoff, welcher im Elektrolyse-Verfahren gewonnen wird. Dieses wiederum basiert auf Wasser sowie einer Nutzung erneuerbarer Energien, wie Wind- oder Sonnenenergie. Der hergestellte Wasserstoff kann anschließend mit Kohlenstoffdioxid CO₂ kombiniert werden, welches bspw. aus industriellen Prozessen stammt (Methanisierung). Alternativ ist im Rahmen der sog. Fischer-Tropsch-Synthese eine Umwandlung von Kohlenstoffmonoxid (CO) und Wasserstoff (H₂) zu langkettigen Kohlenwasserstoffen möglich. Abschließend erfolgt die Weiterverarbeitung zum gewünschten Endprodukt.

Verschiedene Unternehmen arbeiten an der Entwicklung und Herstellung von E-Fuels. Beispielsweise plant das deutsche Unternehmen Ineratec die Produktion von E-Fuels und möchte bis 2030 die Umwandlung von 1 GW erneuerbarer Energie in 165.000 t E-Fuels erreichen.

Auch die Aktivitäten des Sportwagenherstellers Porsche im Bereich E-Fuels sind bekannt: In einer entsprechenden Großanlage zur Herstellung synthetischer, klimaneutraler Kraftstoffe in Chile sollen rund 130.000 Liter eFuels pro Jahr erzeugt werden. Das Unternehmen plant, diese Menge komplett abzunehmen und zunächst vor allem bei Motorsportaktivitäten einzusetzen.

Chancen
  • Möglichkeit zum Erhalt großer Teile der Infrastruktur, die mit Ausrichtung auf verbrennungsmotorische Antriebe errichtet wurde
  • Umweltfreundliche Alternative für schwer elektrifizierbare Bereiche
  • Möglichkeit zur langfristigen Energiespeicherung
Herausforderungen
  • Mangelnde Verfügbarkeit von Wasserstoff
  • Geringerer Wirkungsgrad im Verhältnis zu Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb
  • Im Vergleich zum Automobilbereich dürften andere Sektoren (Schiffe, Flugzeuge) bei der E-Fuel-Verteilung vorrangig behandelt werden
  • Hohe Herstellungskosten und Verkaufspreise
Quellen:

Trend

[dazugehoerige-techprozesstrends]
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