Hybridbremse für Nutzfahrzeuge

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Funktionsnachweis der Technologie im Labor(-maßstab) auf Systemebene

Beschreibung

Um den erheblichen Partikelabrieb bei Bremsvorgängen von Fahrzeugen zu senken, wird an alternativen Bremstechnologien geforscht. In einem Forschungsprojekt des Instituts für Fahrzeugkonzepte des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) wird daher eine sog. Hybridbremse erprobt.

Mit einem verstärkten Fokus auf elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge soll die Hybridbremse dabei eine Kombination aus Wirbelstrombremse und Reibbremse darstellen. Die erhofften Umweltvorteile könnten enorm sein: Gemäß einer Berechnung des Umweltbundesamts, fallen pro Jahr deutschlandweit etwa 2.250 Tonnen Bremsstaub durch Nutzfahrzeuge an. Eine Kombination aus E-Antrieb, Wirbelstrombremse und Reibbremse könnte diesen Ausstoß auf etwa 40 Tonnen Bremsstaub erheblich verringern.

Gleichzeitig sind technische Herausforderungen im Rahmen der Forschung zu klären. Unter anderem sind der sog. Skineffekt der Wirbelstrombremse und die dadurch entstehende Wärmeentwicklung zu unterdrücken.

Chancen
  • Umweltvorteile durch Reduzierung von Bremsstaub
  • Hohe Leistungsdichte
  • Gute Wärmeabfuhr
Herausforderungen
  • Hohe Fertigungskosten
  • Festlegung von Zulassungs- und Sicherheitsstandards
  • Optimierung der Regelungsgüte
Quellen:
  • Hammer, Hartmut (2022): Bremsenabrieb: vermeiden oder einsammeln? In: Automobil Industrie 5, S. 52–53.
  • Cai, W., Wu, X., Zhou, M., Liang, Y., & Yu-Jin, W. (2021): Review and development of electric motor systems and electric powertrains for new energy vehicles. Automotive Innovation, 4(1), S. 3–22.

Trend

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Funktionsnachweis der Technologie im Labor(-maßstab) auf Systemebene