CRYOGAS (CcH2-Technologie)

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Funktionsnachweis der Technologie im Labor(-maßstab) auf Systemebene

Beschreibung

Neben einer vollständig gasförmigen bzw. flüssigen Speicherung, existiert die Möglichkeit „mischförmigen Wasserstoff“ zu speichern. Bekannt ist hierbei die CcH2-Technologie: Die Speicherung erfolgt bei -219°C und 300 bar Speicherdruck. Die Technologieentwicklung basiert auf der Idee, den Bereich des Phasendiagramms aufzugreifen, bei dem Wasserstoff bereits die Eigenschaften eines Gases hat, jedoch zugleich die hohen Dichten von Flüssigwasserstoff erhält und sogar übertrifft.

Ein Vorteil der Technologie lässt sich in der Verringerung des sog. Boil-Off-Effekts erkennen. Der Boil-Off-Effekt, der Wasserstoff-Verluste bei längeren Stillstandszeiten bzw. Nichtabnahme beschreibt, kann durch einen Druckpuffer zumindest temporär unterdrückt werden. Je nach Tankfüllgrad, lassen sich entsprechende Wasserstoff-Verluste für Zeiträume von 24 bis 720 Stunden verhindern. Eine weitere Technologie-Besonderheit stellt die Möglichkeit dar, CcH2-Fahrzeugtanks bei Bedarf auch mit gasförmigem Wasserstoff bis 35 MPa zu befüllen.

Die Technologieentwicklung wird gegenwärtig im Forschungsprojekt „CryoTRUCK“ aktiv vorangetrieben. Das Konsortium (u.a. Cryomotive, MAN Truck & Bus, Clean Logistics SE) sieht in der CcH2-Technologie das Potenzial, in schweren Fernverkehrs-Nutzfahrzeugen eine Reichweite von 1.000 km und eine Betankungszeit von 10 Minuten zu ermöglichen sowie Flexibilitätsvorteile im Hinblick auf den Fahrzeugantrieb und die Tankstelleninfrastruktur zu schaffen.

Chancen
  • Verringerung des Boil-off-Effekts und damit Verringerung von Wasserstoff-Verlusten
  • Tank-Befüllung mit gasförmigem Wasserstoff möglich
Herausforderungen
  • Die gleichzeitige Handhabung von flüssigem und komprimiertem H2 könnte sich als komplex darstellen
Quellen:

Trend

[dazugehoerige-techprozesstrends]
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Funktionsnachweis der Technologie im Labor(-maßstab) auf Systemebene